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Arbeitskreis Statistik justiert verbandsinterne Erhebungen

Herford den

Am 20. November fanden in einer Videokonferenz rund 15 Teilnehmer des VHK-Arbeitskreises „Statistik“ zum Gedankenaustausch zusammen, darunter einige Unternehmen mit großer Marktdurchdringung. Unter Führung bzw. Moderation durch Christian Langwald, Leiter Wirtschaft und Statistik der Möbelverbände, standen die innerverbandlichen Statistiken und ihre Fortentwicklung im Fokus.

Nach dem Auftakt mit tiefergehenden konjunkturellen Bewertungen der Branche bildeten die monatlich, quartalsweise oder jährlich erhobenen, kartellrechtlich geprüften Erhebungen wichtiger Kennziffern aus den Mitgliedsunternehmen einen Schwerpunkt des Austauschs. Aktuell werden spartenbezogene Auftragseingänge, der Krankenstand in den Unternehmen, die Geschäftslage, die Altersstruktur, die Effektiventgelte sowie Vertriebswege und Produktionsstandortabfragen erfasst. Für die entsprechenden Entscheidergremien bereitete der Arbeitskreis Beschlussvorlagen zu weiteren Markt- und Personalstatistiken vor.

Von den Teilnehmern sehr interessiert aufgenommen wurde die Live-Demonstration der neuen, im Sommer 2020 etablierten ep-Stat-App. Deren Weiterentwicklung ist vorgesehen und mit ihrem Ausbau wird eine noch breitere Akzeptanz dieses smarten, mobil nutzbaren Auswertungstools erwartet. Ebenfalls präsentiert wurde der aktuelle Bearbeitungsstand des VDM-Konjunkturbarometers, welches künftig zentral, fokussiert und regelmäßig zu den aktuellen amtlichen Zahlen der Möbelindustrie informiert.

Mit Blick auf die amtlichen Statistiken berichtete Langwald von der laufenden Überarbeitung der europäischen Klassifikation der Wirtschaftszweige (NACE), die bis Jahresende abgeschlossen sein soll. In sieben Wirtschaftszweige wird demnach die Möbelindustrie statistisch gegliedert – die Zusammenlegung der Zweige Küchenmöbel und Badmöbel wird vom Arbeitskreis kritisch gesehen. Denn die tiefere regionale Gliederung mit Blick auf die Küchenmöbelindustrie ist damit hinfällig.

Beim Thema „amtliche Zahlen“ wurde die – seit langem geforderte – Korrektur erleichtert aufgenommen, nach der künftig Teile für Automobil- und Flugzeugsitze, Möbelteile und Teile für Sitzmöbel aus den Außenhandelszahlen für Möbel entfallen.  Zum Ende der Veranstaltung diskutierten die Statistiker aus den Verbandsunternehmen eine neue, breit aufgestellte Marktstudie zu den Pro-Kopf-Ausgaben für Möbel, aufgegliedert nach Warengruppen, Vertriebswegen, Preisklassen und Einkommensgruppen. Mit dieser Analyse war die Unternehmensberatung Titze vom VDM und den Herforder Möbelverbänden betraut worden.